El Hierro
Die kleinste und deshalb auch unbekannteste Kanarische Insel ist El Hierro. Die Insel ist nur knapp 270 km² groß und hat rund 11.000 Einwohner. El Hierro ist seit dem Jahr 2000 sog. Biosphärenreservat der UNESCO und soll bis 2011 ausschließlich über regenerative Energien versorgt werden. Wie die anderen Kanaren auch, ist ebenfalls El Hierro vulkanischen Ursprungs, aber die jüngste der Inselgruppe.
El Hierro ist im Vergleich zur Größe sehr hoch, da verwundert es kaum, dass der Großteil der Küste aus steilen Klippen besteht. Im krassen Gegensatz dazu findet man jedoch im Nordosten ein fruchtbares Hochland, wie es auf den Kanaren seinesgleichen sucht.
El Hierro begeistert Naturfreunde vor allem hinsichtlich der unterschiedlichen Landschaften, die von karger Lavawüste, bis zu Kiefernwäldern und grünen Obsthainen und fruchtbaren Plantagen reichen. Besonders sehenswert ist das Tal El Golfo, das nicht etwa Teil eines Riesenkraters ist, wie lange angenommen wurde, sondern nachweislich durch Erosion entstand. Heute werden dort vielerlei landwirtschaftliche Erzeugnisse angebaut und ernähren die Bewohner.
Der Passat und der Kanarenstrom sind für die Temperaturen und das Klima auf El Hierro verantwortlich. An den Küsten im Norden steigen die Temperaturen nicht über 26 °C im Sommer, im Süden hingegen können die Temperaturen bis zu 30 °C erreichen.
Da die Hauptstadt Valverde jedoch bedeutend höher liegt, erreichen hier die Temperaturen im Sommer selten mehr als 18 °C. Da El Hierro aus drei Klimagebieten besteht, herrscht eine sehr vielfältige Flora und Fauna auf der Insel. El Hierro eignet sich aufgrund seiner schweren Erreichbarkeit sicherlich nicht so sehr für Familienurlaube am Strand, aber Naturbegeisterte sollten sich das Erlebnis nicht entgehen lassen.
